Albert Wolter (* 19. 3. 1893 in Magdeburg; + 5. 7. 1977 in Marbach SG/Schweiz) hat als Immobilienmakler, Finanzierer und Projektentwickler maßgeblich am Wiederaufbau der Stadt Köln nach dem 2. Weltkrieg mitgewirkt, insbesondere bei Entwicklung einer der bekanntesten Einkaufsstraße, der Hohe Straße, und beim Neuaufbau der 1927 vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer errichteten Kölner Messehallen.

 

Er war Mitglied im städtischen Planungs-Ausschuss für den Wiederaufbau, später Begründer der 'Interessengemeinschaft City Köln e. V.'

 

Aufgewachsen als Sohn eines Gärtnereibesitzers in Magdeburg zog es ihn nach dem Ende des 1. Weltkriegs, in dem er als junger Offizier gedient hatte, nach Köln.

 

Hier ließ er sich 1919 als Immobilien- und Hypothekenmakler nieder, in kurzer Zeit entwickelte sich seine Firma zu einem der führenden Maklerhäuser im Rheinland. Das Unternehmen ist heute noch als privates familiengeführtes Immobilienunternehmen in Köln tätig.

 

Im Jahre 1924 begründete er mit Makler Kollegen aus ganz Deutschland in Köln den 'Reichsverband Deutscher Makler', kurz R. D. M., später 'Ring Deutscher Makler', der sich als führender Interessenverband der Immobilienwirtschaft in Deutschland etablierte. In den Nachkriegsjahren führte Albert Wolter den RDM als Präsident, später als Ehrenpräsident; seine Verdienste um die Grundstücks- und Immobilienwirtschaft wurden mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse gewürdigt.

 

1927 war Albert Wolter Gründungsmitglied der Kölner Immobilien- und Hypothekenbörse.

 

Aus seiner Ehe mit Katharina Wolter, geb. Sauer, ging der benannte Sohn Albert, genannt Bert, Wolter hervor, der 1971 die väterliche Unternehmung an Dr. Claus Mosler übergab.

 

Neben seiner Tätigkeit als Immobilienkaufmann bewirtschaftete er ein großes Gut im Siebengebirge, wo er sich privat der Rinderzucht und Imkerei widmete. Erst im Alter von weit über 70 Jahren zog er sich aus der aktiven Geschäftsleben zurück und verbrachte seine letzten Lebensjahre auf seinem Alterssitz in der Schweiz.